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Im Internet bist du handlungsunfähig!

Zumindest wenn du zur großen Mehrheit der Internet-Nutzer gehörst (und ich nehme mich da nicht aus). Du glaubst mir nicht? Dann lass uns das mal durchspielen.

Im wahren Leben beurteilen die Menschen im Wesentlichen dein Aussehen, deine Ausstrahlung, deine Besitztümer, deine Leistung und deinen Charakter. Entweder direkt, weil die Person dich kennt oder indirekt auf Basis deines Rufes, deiner Reputation. Du bist stets bestrebt, bewusst oder unbewusst, den Wahrheitsgehalt dieser Faktoren entweder aufrecht zu erhalten, zu verbessern oder zu korrigieren. Läuft etwas nicht nach deinem Gusto, kannst du etwas dagegen unternehmen. Du handelst. Du hast die Kontrolle!

Jemand erzählt was unwahres (absichtlich oder durch ein Missverständnis), bemühst du dich die Aussage zu korrigieren. Du redest mit Menschen und stellst die Sache richtig. Du schreibst vielleicht Artikel oder führst Telefonate, schreibst eine SMS, eine Instant-Message oder du nutzt sogar diverse Internetplattformen für deine Handlungen. Du kommunizierst.

Übertragen wir den Fall nun einmal ins Internet. Jemand denunziert dich im Netz oder verbreitet irrtümlich etwas unwahres… wie handelst du? Na… schon handlungsunfähig? 😀

Nein, bestimmt nicht. Du gehst vermutlich auf Facebook oder in ein anderes Social Network deiner Wahl (Wow, super Sache so ein Social Network, was?), du schreibst eine Message oder einen Beitrag, schreibst vielleicht sogar eine E-Mail an deine Freunde und Bekannte und stellst die Sache richtig. Das war’s für dich?

Was, wenn jemanden deinen Facebook-Account hackt (kommt täglich unzählige Male vor) oder wenn Facebook, auch wenn es unwahrscheinlich ist, kostenpflichtig wird? Wie sähe deine Vorgehensweise dann aus – ohne deinen wichtigsten Kommunikationskanal? Und abgesehen davon: Facebook ist ein geschlossenes Ökosystem. Es treten kaum Informationen aus diesem Netzwerk nach Außen. Aber was ist mit dem Rest der Internet-User, außerhalb von Facebook, mit denen du nicht befreundet bist? Wie kannst du dir sicher sein, dass sich dieser Irrtum nicht bereits über die Grenzen deines Bekanntenkreises hinaus ausbreitet? Und was viel wichtiger ist: Wie kommunizierst du mit denen?  Wie machst du eben diesen Menschen klar, dass hier ein Irrtum vorliegt?

Ach… Die Meinung der anderen interessiert dich nicht? Wirklich nicht? Kann es sein dass mir hier ein Hauch von Naivität entgegen weht? Vielleicht weißt du es noch nicht, aber deine Daten werden im Internet regelmäßig abgefragt. Potenzielle Arbeitgeber, Freunde, Verwandte, Bekannte, Crawler und Robots von diversen Suchmaschinen insbesondere Personen-Suchmaschinen u.v.m. suchen und speichern deine Daten. Du hast bereits eine Web Reputation, auch ohne dass du dafür bewusst etwas getan hast. Dein Ruf eilt dir im Netz im wahrsten Sinne des Wortes voraus, er eilt dir sogar davon – und du hast kaum Möglichkeiten dies zu beeinflussen.

Dies ist einer von vielen Gedankengängen, die mich zu diesem Projekt bewegen. Es ist erschreckend, dass die meisten Menschen nicht in der Lage sind eigene Inhalte im Internet zu produzieren und diese sinnvoll zu publizieren. Sie sind im Internet wehrlos, handlungsunfähig, stumm.

All jene Menschen möchte ich mit diesem Projekt erreichen und Ihnen zeigen wie man im Internet „spricht“, wo man „spricht“ und was man dafür benötigt. Ich persönlich „spreche“ nun seit 2 Wochen mit Hilfe dieses Blogs im Rahmen des Projektes Webrep. Ich denke Projekt Webrep ist für jeden Internet-Nutzer ein spannendes und wichtiges, meiner Meinung nach sogar ein notwendiges Projekt und hoffe sehr, dass viele von euch es genauso sehen oder sehen werden.

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